Interview mit Marco Petru

Zentraler Einkauf, Gebrüder Weiss Gesellschaft m.b.H., Maria Lanzendorf, Österreich


Gebrüder Weiss Gesellschaft m.b.H.

• Unternehmensgründung: 1823

• Unternehmenssitz: Lauterach, Österreich

• Standorte: 150 Standorte in 27 Ländern

• Fuhrpark: rund 3.500 Lkw

• Mitarbeiter: rund 6.000 weltweit

• Leistungsspektrum: Nationale und internationale Transporte (Straße, Schiene, Luft- und Seefracht), Schwertransporte, Logistik und individuelle Branchenlösungen

• Homepage: www.gw-world.de

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Definition der wichtigsten Zukunftsthemen: Kraftstoffkosten, Fahrermangel, veränderte Kundenwünsche und die Auswirkungen von Regularien
Das sind in der Tat zentrale Themen für uns. Der Markt in Österreich unterscheidet sich hierbei nicht wesentlich vom deutschen.

Kosteneinsparung & Fahrermangel
Der Aspekt Fahrermangel betrifft auch uns zunehmend. Es geht aber nicht nur darum, neue Fahrer zu gewinnen. Wir müssen auch unsere bestehenden Fahrer darin unterstützen, daß sie mit niedrigem Verbrauch fahren können. Daher bilden wir sie fortwährend auf den neuesten Technologien aus.

Kosteneinsparung & Qualität
Bei der Beauftragung von Transporteuren ist die Qualifikation der Fahrer, aber auch die Ausrüstung ein wichtiger Faktor.

Angesichts des bestehenden Kostendrucks ist es notwendig, daß wir alle Einsparungsmöglichkeiten evaluieren. Hierzu gehört unter anderem auch die Verwendung von rollwiderstandsoptimierten Qualitätsreifen.

Kostensenkung & Ökologie
Seitens der Politik und Industrie gibt es bereits unterschiedliche Ansätze im Bereich Mengensteuerung und Leerfahrten. Wir sind gespannt darauf, wie diese konkret umgesetzt werden.

Ökologie und Nachhaltigkeit zählen bei Gebrüder Weiss zu den zentralen Unternehmenswerten. Daher ist es uns ein besonderes Anliegen, auf umweltfreundliche und spritsparende Technologien zu setzen.“

Anforderungen an Hersteller am Beispiel Reifen
Als internationales Unternehmen mit hohem Qualitätsanspruch setzen wir auch bei der Bereifung unserer Flotte auf hochwertige Reifen. Dabei erwarten wir von unseren Partnern ein etabliertes und weitläufiges Netzwerk mit einheitlichen Preisen und Service-Leistungen.


Veränderte Kundenwünsche
Just-in-time erwartet jeder, hier hat sich wenig verändert und das wird voraussichtlich auch so bleiben. Teilweise registrieren wir, dass das Geschäft anonymer wird. Ausschreibungen sind vermehrt standardisiert und rein am Preis pro Kilometer orientiert. Unserer Wettbewerbsvorteile liegen jedoch in unserer hohen Qualität und nachhaltigem Wirtschaften. Mit diesem Mehrwert wollen wir auch zukünftig bei unseren Kunden überzeugen.

Maßnahmen zur eigenen Kostensenkung und für mehr interne Transparenz
Wir wollen die Kosten senken und einheitliche Standards anbieten, indem wir auf verlässliches Datenmaterial zurückgreifen. Hierfür etablieren wir ein standardisiertes Flottenmanagementsystem für ein korrektes und umfangreiches Kostentracking. Eines der Ziele ist beispielsweise, die Laufleistung von Reifen zu messen.

Thema Maut
Deutschland ist in Sachen Lkw-Maut anders aufgestellt als Österreich, da es einen direkten Wechsel von Euro 5 auf Euro 6 gab. Wir hatten mit der Zwischenlösung Euro 5 EEV, eine andere Ausgangsbasis. Umso größer die Mautdifferenz Euro 5 zu 6, umso größer wird auch die Nachfrage nach den entsprechenden Fahrzeugen.

Zustand der Verkehrswege
Das Angebot sowie die Qualität der Verkehrswege sind in Österreich und Deutschland top, z. B. im Vergleich mit Teilen im Osten Europas.

Erwartung der Geschäftslage 2015/2016
Wir sehen derzeit weiterhin Chancen für eine positive Entwicklung.

Wir verfolgen unser reges Investitionstreiben im Osten weiter und wachsen stetig mit neuen Niederlassungen im Osten.

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